Das Gros der Menschen lesefaul? | FASSETTE.NET

  • Aber wer liest dann das Internet?
  • Das multiple Interview ...
  • Aber wenn die Mehrheit der Menschen so lesefaul wäre, würde dann das Internet oder der Smart-Phone-Markt überhaupt in der Form funktionieren?

E-Books, Online-Magazine, Social Web Artikel, die Fluten an Kommentaren unter Zeitungsartikeln. Wo ist der Mensch, der seit vielen Jahrzehnten von Lehrern, besorgten Eltern, Autoren und Erziehungswissenschaftlern, Bildungsforschern und Verlegern mehrheitlich als lesefaul hingestellt wird? In Zeiten von 140 Twitterzeichen könnte man das durchaus wieder als bestätigt betrachten.

"Studenten verstünden abstrakte Texte nicht mehr. Ein Schulbuchverlag kürzt Klassiker, Banker besuchen Lesekurse: Viele Deutsche haben wohl keine Lust mehr zum Lesen." In seiner Reportage „Ein Land verlernt das Lesen“ zeichnete - so heißt es - Roman Pletter ein "fassetten"-reiches Bild der Lesekultur in Deutschland. Besucher von Alphabetisierungskursen für Erwachsene kommen darin ebenso zu Wort wie Schnelllese-Trainer für Manager. Für den in der Wochenzeitung DIE ZEIT erschienenen Text erhielt der Autor den dritten Preis des Dietrich-Oppenberg-Medienpreises 2010. Dieser würdigt wohl herausragende journalistische Beiträge zum Thema Lesekultur.

Aber wenn die Mehrheit der Menschen so lesefaul wäre, würde dann das Internet oder der Smart-Phone-Markt überhaupt in der Form funktionieren? Wie viel Buchstaben liest der Mensch im Schnitt am Tag und was wird wie verarbeitet?

Wir haben unsere Autoren sowie Gäste befragt und hier die Antworten für euch gesammelt. Wir stellen euch damit auch gleich eine neue und demnächst öfter auftauchende Form des Fassette-Interviews vor. Wo nicht eine Person zu verschiedenen Themen sondern mehrere Personen zu einem Thema befragt werden:

Interview-Partner und ihre Antworten:

Larissa Neuhofer – Autorin bei FASSETTE

Ich habe vor Kurzem gehört, dass sich Schüler einer 9. Schulklasse bei dem Suhrkamp Verlag über den komplizierten Satzbau in Klassikern, die sie im Unterricht lesen müssen, beschwert haben und den Wunsch äußerten, der Verlag solle doch bitte das sogenannte "barrierefreie Lesen" ermöglichen, in dem schwierige Wörter und komplizierte Sätze ausgetauscht würden. Es gibt auch schon seit langem Verlage die diesem Wunsch nachgehen und Texte, auch in Klassikern bearbeiten und die von den Schülern als schwierig empfundenen Wörter eliminieren. Auf Kosten des Werksinhalts. Ich bin mir nicht sicher inwiefern dies mit einer Theorie über die Tendenz zur Lesefaulheit einhergeht aber es hat mich so sehr erschüttert, dass ich es in dem Zusammenhang erwähnen möchte. Wenn ich noch eine kleine Leseempfehlung zu dem Thema aussprechen darf, würde ich gerne auf den Artikel "Literatur in der Schule - Warum Klassiker?" den die Frankfurter Allgemeine im März veröffentliche, verweisen: http://faz.net.

Julia Sager – Augenoptekerin

Ja, interessantes Thema. Und es gibt scheinbar verschiedene Auffassungen und Studien darüber. Die am weitesten verbreitete Meinung dazu scheint wohl zu sein, dass wir immer weniger lesen und unsere Ausdrucksform und Rechtschreibung immer schlechter wird. Was ich einerseits verstehen kann, wenn ich Grammatikfehler in dick gedruckten Überschriften namhafter Zeitungen finde und eine Hand voll flüchtiger Rechtschreibfehler in Artikeln, von denen ich ausgehe, dass sie vor Veröffentlichung von einer Menge schreibender und lesender Menschen überprüft wurde. Aber vielleicht hat man da auch ein falsches Bild von einer Redaktion und unterschätzt erstens die Arbeit und Resourcen die es braucht eine Zeitung zu betreiben und zweitens auch das vielleicht Gewollte dahinter. Aus meinen persönlichen Erfahrungen kann ich allerdings eher Positives berichten. Ich war als Kind und Teenager wohlwollend gesagt eher "lesefaul" und die Anzahl der Bücher die ich gelesen hatte, konnte man an beiden Händen abzählen. Doch mit dem vermehrten Aufkommen und täglichem Gebrauch des Internets und auch der sozialen Medien las ich immer mehr. Man ist auf einer sozialen Plattform unterwegs und auf einmal liest man einen kurzen Ausschnitt eines Artikels, den ein Freund gepostet hat: Interesse geweckt und drauf geklickt. So ist es viel natürlicher sich mit allerlei Themen zu beschäftigen, da sie aus eigenem Interesse aufkommen. Natürlich kann man dann auch gleich noch den dazugehörigen Wikipedia-Eintrag lesen und der Diskussion unter dem Artikel folgen, der einen gleich wieder auf den nächsten Artikel stoßen lässt. So vergehen ohne das man es merkt 2 Stunden, in denen man gelesen hat. Das hätten sich meine Eltern nie träumen lassen. Lacht

Christian Phiel - Mitarbeiter der FASSETTE Redaktion

Ich denke der Mensch wird nicht lesefauler werden als er es je war, da die Schrift neben der Sprache wichtigstes Kommunikationsmittel ist und die Beschwerde darüber dass man zu wenig lesen würde alle Zeiten überbrückt in denen der Mensch lesen durfte. Das war ja auch nicht immer selbstverständlich, wie wir nicht vergessen sollten. Lesen ist heute eine Selbstverständlichkeit. Man liest ja auch permanent kurze Texte oder Wörter fast schon unterbewusst im Alltag, wie z.B. die Schlagzeile der Zeitung am Kiosk, die Verkehrsschilder, Werbeplakate, das Graffiti an der Häuserwand (sofern dechiffrierbar), usw. Diese Lesefaulheit rührt eher daher, dass das Internet eine Revolution der Lesegewohnheiten mit sich brachte. Bücher und Zeitungen werden nicht mehr in so großen Auflagen verkauft, weil jetzt ja "alles" im Netz kostenlos ist, was beiträgt zu diesem Schluss zu kommen. Doch treibt man sich dann im Netz herum, siehe da, ohne Lesen kommt man selbst da nicht weit. Außer man begnügt sich damit ein paar Bildchen oder Videos anzusehen. Die Jugendlichen, die ja als Paradebeispiel für Lesefaulheit herhalten, sind ja teilweise schon geächtete der kultivierten Gesellschaft. Doch ich könnte mir sogar vorstellen, dass manch Jugendlicher heutzutage sogar mehr liest, als seine Zeitgenossen in früheren Generationen, da das Smartphone ja immer griffbereit ist und die nächste SMS oder Whatsapp Nachricht, die vielen Twitter Streams, usw. meist nicht lange auf sich warten lassen.

Rainer Leisering - FASSETTE Gast Kolumnist

Es wird häufig behauptet, dass Kinder und Jugendlichen heutzutage auf Grund von Computerspielen weniger lesen als frühere Generationen. PISA-Studien untermauern diese Aussage scheinbar auch noch. Unbestritten ist jedoch, dass Lesen in der heutigen Welt eine Schlüsselkompetenz darstellt und diese auch dazu beiträgt, die sozialen und beruflichen Weichen zu stellen. Ich denke zwar schon, dass das Internet eine gute Spielwiese bietet für all diejenigen, die dem geschriebenen Wort auch mal gern versuchen aus dem Weg gehen. Z.B. im Netz kursiert dafür eine eigene Abkürzung: tl;dr ("Too long; didn't read"). Diese Abkürzung gibt es nicht ohne Grund denn die Textlänge ist nicht selten das entscheidende Kriterium dafür, ob etwas im Netz gelesen wird oder nicht. Und das Verwenden dieses Kürzels ist sehr wahrscheinlich eher selten dem Umstand geschuldet, dass der Leser ein unter Zeitdruck stehender Workaholic ist. Es hat wohl eher damit zu tun, dass er zu unwillig war den langen Text jetzt zu lesen. Vielleicht sind wir aber auch schon zu sehr durch die Schnelllebigkeit unserer Zeit und verstärkt durch das Internet darauf getrimmt Informationen und Nachrichten möglichst kompakt zu empfangen. Das bedeutet ja eigentlich nur, dass es für Texte verschiedener Inhalte und Längen gute und eben auch schlechte Plattformen gibt. Und diese kann man sich mancherorts ja Gott sei Dank aussuchen. Und ich glaube schon dass das Lesen von Twitter-Nachrichten irgendwann langweilig wird und man mit Suchmaschinen die auf lange Texte verweisen am Ende schneller an sein Ziel kommt als immer auf launische Links meiner "social friends" zu klicken. Es gibt sogar eine Menge Kids die Lesen als die neue "coole" Errungenschaft betrachten und ihren twitternden Eltern zum Trotz Bücher lesen. Hierzu eine kleine Statistik: http://statista.com/

Fassette Artikel abgelegt unter: Leseratte, Lesen, Buchstaben, Worte, Texte, Buch, Bücher

Aus den Fassette Themen-Ressorts: Kultur, Panorama, Interviews, Eindrücke


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Weitere Blickwinkel zu dem Thema im Netz:

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Ich glaube ja, dass es gar nicht an einer bestimmten Generation liegt, oder an dem Medium in/mit dem man liest, sondern das es "einfach" darauf ankommt, ob man früh genug Freude am lesen und die sogenannte Lesekompetenz entwickelt. Das wird meiner Meinung nach zu spät, erst mit dem ersten Schultag gefördert. Die 5 – 7 Jahr davor wird das Kind eben mit anderen Dingen beschäftigt und lesen, oder zumindest Buchstaben erkennen, gehören oft nicht zum Programm. Daher denke ich ist es ganz egal, ob man ein Buch, ein E-Book, ein Blog, eine Online Zeitschrift liest. Wer gerne liest der liest und wem das lesen Probleme bereitet (Textverständnis, Wörter statt Buchstaben erkennen uvm.) der liest auch nicht mehr im Internet, als er in einem Buch lesen würde. Dafür gibt es einfach auch zu viele Wege um um das Lesen herum zukommen. Stichwort: Tutorials, Lernvideos, usw. Ein ganz gutes Interview dazu von 2007 in "Die Zeit" http://www.zeit.de/online/2007/43/interview-kinder-lesen


Liebe Fassette-Redaktion - Klasse Idee verschiedene Leute dazu als Gruppeninterview zu befragen! Würde auch gerne etwas zu dem Thema schreiben/antworten. Kann ich das hier einfach in die Kommentare posten oder lieber an euch via E-Mail senden? Danke. LG, Marianne


Hallo Marianne,

wir freuen uns, dass dir der Artikel gefällt und dass du gerne Teil des Multible Interviews sein möchtest. Es gibt 2 Möglichkeiten: Du kannst deine Meinung einfach in die Kommentare schreiben und dann erscheint sie unter dem Artikel im Kommentarbereich. Oder du möchtest mit deiner Meinung mit im Artikel stehen, dann schreibe uns eine E-Mail mit dem Betreff: "Das Gros der Menschen ist Lesefaul". Dann wird dein Text von der Redaktion überprüft und wenn er den Artikel inhaltlich erweitert, wird er in den Artikel eingearbeitet.

Liebe Grüße, Larissa


Hallo Larissa, danke für deine Antwort. Dann werde ich einfach die Kommentarfunktion nutzen. LG

"TLDR" - Too long, didn't read. Ich glaube dass macht den Unterschied. Das kennzeichnet eine neue Generation von Lesern, wobei sich das Model auf die gesamte Lebensweise übertragen lässt. Heute muss alles kurz sein. Es muss schnell gehen und muss leicht konsumierbar sein. Ausführliche Artikel will man nicht mehr lesen, man will nur kurz mit den Schlagworten informiert werden um sagen zu können, man hat davon gehört, zum Meinung bilden reicht es (leider) auch und es muss zum Teilen in die kurzen Tweets passen. Mit Freude am lesen hat das meiner Meinung nach nichts zu tun. Es ist ein Übel das so kurz wie möglich gehalten werden soll. Und trotzdem denke ich nicht, dass die Menschheit das Lesen verlernen wird Denn es ist wahrscheinlich nur eine Generationsfrage. Die Kinder dieser Generation werden sicher, wie alle Kinder, gegen das Vorbild der Eltern rebellieren und hoffentlich nur schon um zu provozieren, viiiiel schreiben und lesen. In diesem Sinne, auf die Zukunft!


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    • Critical Mass - Eine Fotografie von Matthias Ripp - zur Verfuegung gestellt unter der CC BY 2 Lizenz
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  • Das Geschäft mit den Domains im Netz

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    • Webadressen, die Aktie der DNS Broker
    • Ich halte mich sich selbst ja für ach so tolerant und vorurteilsfrei und bin nach eigenen Angaben mit allen Menschen ja bereit über alle Maßen ach so gut auszukommen und Verständnis für all die Dinge an...
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  • Der Trick mit dem Positive-False

    • Demokratie zum Anfassen
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  • The Talented Mr. Ripley

    • Eine Spätrezension
    • Kritik zum Film
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    • Abbildung des Kino Posters zum Kinofilm - The Talented Mr. Ripley - 1999
  • Bilder, Worte und ein Geldschein

    • Zu Ehren einer namhaften Dichterin
    • Gedenken und Gedanken
    • Was haben der heutige Tag, ein Geldschein, 2 literarische Texte und ein Mensch der durch die Natur wandert und von ihr ergriffen ist gemeinsam? Nein, das ist keine Eröffnungsfrage für einen schlechten...
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  • Der Tag danach

    • Der alljährliche Wahnsinn
    • Es hat endlich ein Ende
    • Wie habe ich diesem ruhigen und verkaterten Tag entgegengefiebert, mich nach dieser ruhigen Stunde gesehnt, in der endlich all dieser Dezember-Wahnsinn ein Ende hat! Es ist soweit! Der Tag danach. Es ist...
    • Muell am Neujahrsmorgen von Silvester 2016 auf den Strassen von Berlin
  • Youtubes GEMA Lüge

    • Gute Neuigkeiten
    • Werden wieder falsch interpretiert
    • So ganz unschuldig sind sie ja nicht an dem Dilemma, die liebe GEMA und ihre schlechte Kommunikation und Außendarstellung. Doch wer gehofft hat, hier einen Artikel im Kanon mit all dem angehäuften anderen...
    • Bild von einem YouTube Graffiti
  • München 2016

    • Und wieder ein Medienspektakel
    • Schreckensmeldung, die 200ste
    • Der Tag danach: "Viele Menschen in München durchlebten eine Nacht der Angst. Polizeipräsident Andrä sprach von einer massiven Verunsicherung der Bevölkerung. Bei der Polizei seien etliche Hinweise zu...
    • Abbildung einer teufelsaehnlichen Maske
  • Gute Autoren braucht das Land

    • Eine Abrechnung mit dem Äther
    • Aber auch gute Leser ...
    • Was uns immer wieder erschreckend auffällt, wenn wir mit unseren eigenen Maßstäben verzweifelt Autoren für neue Kolumnen suchen, und als kleines Nieschenblatt eigentlich garnicht so wählerisch sein...
    • Fotografie eines Musikers auf der Straße. Fotografiert von Autor, Theater und Filmemacher Sebastian Ugovsky
  • Der verblasste Glanz der Glitterwelt

    • Der Ruhm vergangener Tage blättert
    • Das gescheiterte Prominenz-Prinzip
    • Was viele nicht wissen, es war ein Schwabe, der sich damals auf den Weg machte und mit seiner Grundauffassung, wie das damals neue Filmzeitalter bald funktionieren könne, quasi Hollywood wie wir es heute...
    • Abbildung des Oscar Awards
  • Die 5. Welle

    • Der Trick mit der Buchverfilmung
    • Kritik zum Film
    • Was sich heute alles als Buchverfilmung tarnt! Es müsste ein Schutzsiegel auf diese Bezeichnung geben, die nur angewendet werden darf, wenn ein literarischer Zirkel dem Film dieses Prädikat zugesteht und...
    • Abbildung des BlueRay DVD Covers zum Kinofilm - Die 5. Welle - 2016